(Quelle: Wikipedia)
Heinrich Christian Wilhelm Busch wurde 1832 wurde als ältestes von sieben Kindern in Wiedensahl geboren. Weil es zu Hause zu eng wurde, wurde Wilhelm 1841 mit neun Jahren seinem Onkel Georg Kleine zur Erziehung übergeben, der Pfarrer in Ebergötzen bei Göttingen war. Erst drei Jahre später sah er seine Eltern zum erstenmal wieder. Sein Onkel gab ihm Privatunterricht, an dem auch sein Freund Erich Bachmann, der Sohn des Müllers, teilnehmen durfte. Die Mühle von Erichs Vater taucht in der Geschichte von Max und Moritz wieder auf.
Mit 15 Jahren begann Busch auf Wunsch des Vaters mit einem Maschinenbaustudium, das er jedoch schon 1851 abbrach. Sein Interesse galt vielmehr der Malerei, weswegen er auf den Kunstakademien in Düsseldorf, in Antwerpen und zuletzt in München studierte. Allerdings hielt seine Kunst seiner eigenen und offenbar auch der öffentlichen Kritik nicht stand, weswegen er sich zum Broterwerb auf die Ausführung von Karikaturen verlegte.
1854 trat Busch dem Kunstverein Jung München bei. Drei Jahre später spielte Busch mit dem Gedanken, als Bienenzüchter in Brasilien ein neues Leben anzufangen. 1858 begann er sich intensiv mit Aktstudien, Anatomie, Zeichnen und Malen zu befassen. Nach Bilderpossen (1864) veröffentlichte Kaspar Braun 1865 Max und Moritz. Nur zwei Jahre später erschien Hans Huckebein, der Unglücksrabe. Im gleichen Jahr schrieb Busch auch Beiträge für die Zeitschriften Über Land und Meer, Die illustrierte Welt und Bienenwirthschaftliches Centralblatt. Die Rechte für sein berühmtestes Werk, Max und Moritz, 1865 erschienen, verkaufte er als Student für 1700 Goldmark oder 1000 Gulden an seinen Verleger Kaspar Braun, der damit ein Vermögen machte. Erst im hohen Alter erhielt Busch einen Ausgleich von 20.000 Goldmark, die er umgehend für einen wohltätigen Zweck spendete.
1868 legte Busch Die kühne Müllerstocher vor. Kurz darauf begann er, sich für Schopenhauers Philosophie zu interessieren, und verfaßte Schnurrdiburr oder die Bienen (1869). Das bereits 1864 verfaßte Werk Der Heilige Antonius von Padua wurde zunächst verboten und erschien erst sechs Jahre später. Nicht nur in diesem Werk prangerte Wilhelm Busch klerikale Bigotterie und amtstheologische Verlogenheit an, während er in seinen letzten Lebensjahren in einem evangelischen Pfarrhaus wohnte.
1872 zog Busch wieder nach Wiedensahl. In diesem Jahr schrieb er Die fromme Helene, Bilder zur Jobsiade und Pater Filuzius. Zwischen seinen Auslandsreisen nach Österreich, Belgien und in die Niederlande wurden in den folgendne Jahren einige der bekanntesten Werke Buschs veröffentlicht: Fipps der Affe, Dideldum, Kritik des Herzens, Abenteuer eines Junggesellen, Herr und Frau Knopp, Julchen, Haarbeutel und Der Geburtstag oder die Partikularisten. Nach einer zweiten Nikotinvergiftung im Februar 1881 schrieb Busch Der Fuchs und Die Drachen. 1882 wurde Plisch und Plum und 1883 Balduin Bählmann, der verhinderte Dichter veröffentlicht. Zwölf Monate später kam Maler Klecksel auf den Markt und 1886 veröffentlichte die Frankfurter Zeitung die Reaktion Buschs („Was mich betrifft“) auf eine Biographie, die Eduard Daelen entgegen Buschs Vorstellungen verfaßt hatte. 1895 beendete Busch Der Schmetterling. 1898 zog Busch zu seinem Neffen nach Mechtshausen im Harz. Dort starb Wilhelm Busch 1908 im Alter von 76 Jahren.
Nach dem Tod Buschs gab Otto Nöldeke 1908 Hernach, 1909 die Gedichte Schein und Sein und 1910 Ut ôler Welt (Volksmärchen und Sagen) heraus.
Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit malte Busch auch über 1.000 Ölbilder, die allerdings erst nach seinem Tode veröffentlicht wurden.
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