Es war dumpf dort von dem Lichte, das brannte.
Sein Blick war wie ein Strahlen so rein.
Ich bebte nur; ich erkannte:
Er kann mein Bändiger sein.
Er neigte sich – will etwas reden ...
Aus dem Antlitz wich mir das Blut.
So sei's, daß auf meinem Leben
Als Grabstein die Liebe ruht.
Du liebst mich nicht, schaust mich nicht an?
Verfluchter mit schönen Zügen!
Auch ich kann nicht fliegen hinan
Und konnte als Kind doch fliegen.
Den Blick hüllt Nebel mir ein;
Gesichter und Dinge zergehen.
Die rote Tulpe allein
Ist bei dir im Knopfloch zu sehen.
Wie's gebieten einfache Regeln,
Bist du lächelnd zu mir gekommen,
Und dann hast du halb zärtlich, halb träge
Meine Hand zum Kusse genommen. –
Uns aus rätsel-alten Zeiten
Hat dein Blick meinen Blick gefunden ...
Und zehn Jahre Erstarrung und Leiden,
Aller Nächte schlaflose Stunden
Legt' in einem Worte ich nieder,
Und ich sprach es leise – vergebens.
Du gingst fort. Und in mir war wieder
Die Leere und Klarheit des Lebens.
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