Woanders ist's, das schlichte Leben und das Licht
voll Wärme, Transparenz und Heiterkeit ...
Dort steht am Zaun der Nachbar abends, spricht
mit einem Mädchen – nur die Bienen
vernehmen dies Gespräch, wir nicht.
Denn wir, wir leben schwer und feierlich,
wir respektiern den Ritus unsrer bitteren Begegnung,
wenn kalt der Wind uns stürmisch und verwegen
bei einer Rede, kaum begonnen, unterbricht.
Und dennoch würden wir sie niemals tauschen, die prächtige
granitne Stadt voll Unglück und voll Ruhm,
die weiten Flüsse unterm blanken Eise,
die Parks, die sonnenlos im Finstern ruhn,
der Muse Stimme, sei sie noch so leise.
1915
Quelle: Kay Borowsky, V Peterburge my sojdemsja snova.
Eine Stadt im Spiegel ihrer Geschichte. Stuttgart 1996.
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