Kein Vorwurf kam aus ihrem Munde,
Sie gab sich mir hin, sagte nichts.
ß Welch ein Dunkel im Himmelsgrunde!
Am Wolkensaum: Atem des Lichts!
Kein wilder Sturm der Gefühle,
Sie wartete auf keinen Schwur.
ß Wie zärtlich atmet die Kühle!
Nacht schmilzt, nun glänzt ihre Spur.
Sie war ohne Angst, ohne Sorgen,
Jenseits von böse und gut.
ß Wie ist unser Sternbild geborgen
In bleibender Sterne Glut!
1900
Russische Lyrik 1185-1963. Ausgewählt und
übersetzt von Hans Baumann.
Darmstadt 1963.