Valerij Brjusov

Dem jungen Dichter

Jüngling, so bleich und mit feurigen Augen,
Nimm mein Vermächtnis du freudig entgegen:
Glaube der Gegenwart nicht und vertraue
Einzig dem Kommenden, ihm sollst du leben.
Sorge dich nicht wegen anderer Leiden,
Liebe nur dich allein, grenzenlos, ewig,
Diene den Künsten du immer und neige
Dich nur vor ihnen, bedenkenlos, selig.
Jüngling, so bleich und mit feurigen Augen,
Nimmst mein Vermächtnis du selig entgegen,
Werd als geschlagener Krieger ich fallen,
Wissend, der Welt einen Dichter zu geben.