Afanasij Fet

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Wie arm ist unser Wort! Ich will und kann es nicht!
Wie sag' dem Freunde ich und wie dem schlimmen Wicht,
Was in der Brust mir tobt in silberklaren Wogen?
Es sehnt umsonst sich ewig unser Herz,
Und auch der Weise senkt das Haupt voll Schmerz
Ob des verhängnisvollen Zwiespaltes verlogen.

Nur dir, Poet, gehorcht des Worts beschwingter Klang,
Ergreift im Flug und bannt in deinen Sang
Der Seele dunklen Trieb, den vagen Duft der Auen;
So schwingt sich auf aus engem Jammertal
Jupiters Aar in wolkenhohen Morgenstrahl,
Ein Bündel jäher Blitze in den treuen Klauen.

1887

Russische Lyrik. Gedichte aus drei Jahrhunderten.
Ausgewählt und eingeleitet von Efim Etkind
.
Serie Piper 1987.
Übertragung: Juri Elperin