Und einsam und traurig, und niemand steht helfend bereit,
Im Leide die Hand dir zu reichen ...
Was nützt es, vergebens nur Wünsche zu nähren allzeit,
Indes deine Jahre, die besten, verstreichen!
Und lieben ... nur wen denn? Bloß flüchtig – der Mühe nicht wert.
Doch ewig zu lieben – unmöglich.
Schau in dich – der Blick aufs Vergangene ist dir versperrt:
Und alles dort – Qualen und Freude – ist kläglich ...
Ob früher, ob später, der Leidenschaft Wonne erstickt
Beim Wort der Vernunft, das gewichtig;
Das Leben, wie kühl und bedächtig man um sich auch blickt,
Ist nichts als ein Scherz nur, so leer und so nichtig ...
Michail Lermontow, Gedichte und Poeme.
Rütten & Loening Berlin 1987.
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