Dort oben, grauenvoll, ein Licht irrt da umher,
und dieser Stern, er leuchtet, leidet.
Ein transparenter Stern, ein Licht irrt da umher,
dein Bruder, Petersburg, verscheidet.
Dort oben, grauenvoll, dort brennt des Lebens Traum,
ein grüner Stern, er leuchtet, leidet.
Bist du dem Himmel Bruder und dem Meeresschaum –
dein Bruder, Petersburg, verscheidet.
Ein geisterhaftes Schiff, dort oben, grauenvoll,
es jagt, die Flügel ausgebreitet –
ein grüner Stern, in seiner Armut wundervoll,
dein Bruder, Petersburg, verscheidet.
Der klare Frühling brach, schwarz leuchtet die Newa,
es schmilzt des Lebens Wachs, es leidet,
du Stern, wohl – Petersburg, die Stadt, der du so nah,
dein Bruder, Petersburg, verscheidet.
1920
Wolfgang Lange (Hrsg.), Petersburger Träume.
Ein literarisches Lesebuch. München, Zürich 1992.
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