Politiker, die eine Wahlpflicht fordern, stellen sich selbst ein Armutszeugnis aus und geben sich zugleich als das zu erkennen, was sie wirklich sind.
Wenn ein großer Teil der Bevölkerung nicht zur Wahl geht, bedeutet das nur eines: Es gibt keine Politiker, die diese Menschen vertreten, und damit auch keine Politiker, die diese Menschen guten Gewissens wählen könnten. Wenn ich das wählen würde, was mir auf Wahlzetteln angeboten wird, könnte ich nicht mehr in den Spiegel schauen. Ich müßte mich vor mir selbst schämen. Und um das zu wählen, was mir auf Wahlzetteln angeboten wird, müßte ich schlichtweg dumm sein. Denn die Politiker sägen den Baum ab, auf dem wir alle sitzen. Wählen würde ich hingegen nur jemanden, der diesen Baum hegt und pflegt. Einen solchen Politiker aber gibt es nicht.
Wenn die Politiker die Wahlpflicht fordern, dann haben sie nicht das Wohl des Landes im Auge. Sie wollen nur eines: ihre eigene Kaste schützen, damit sie ihr destruktives Parasitenleben auf Kosten des Volkes, das durch niemanden vertreten wird, noch bequemer fortsetzen können.