Tacheles

Kinderarmut in Deutschland

Während die Regierung von unser aller Steuergeldern Milliarden an Unternehmen verschenkt, die sich durch Mißwirtschaft selbst in die Misere gebracht haben, gibt es täglich mehr arme Kinder in Deutschland, die für ihre Lage nicht selbst verantwortlich sind und denen niemand etwas schenkt.

Schon 2005 hieß es im Armutsbericht der Bundesregierung:
„Rund 1,1 Mio. Bezieherinnen und Bezieher von Sozialhilfe sind Kinder unter 18 Jahren. Mit einer Sozialhilfequote von 7,2% (Ende 2003) weisen sie im Vergleich zur Gesamtbevölkerung (3,4%) einen deutlich höheren Hilfebedarf auf. 55% von ihnen leben in Haushalten von allein Erziehenden und nur 35% in Zwei-Eltern-Familien. [...] Kinder unter sieben Jahren sind in deutlich überproportionaler Häufigkeit auf Mindestsicherungsleistungen angewiesen. Das bedeutet, dass diese Kinder arme Kinder sind! Gleichzeitig werden gerade in dieser Zeit die Grundlagen des Lebens- und Bildungsweges eines Kindes geprägt.“

Sie haben es hoffentlich nicht übersehen: Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2003. Und was ist seither geschehen? Ach ja, Hartz IV. Die Gesundheitsversorgung ist unbezahlbar geworden. Kindergärten sind unbezahlbar. Kulturelle Einrichtungen sind unerschwinglich. Sportliche Einrichtungen sind unerschwinglich. Gesunde Nahrungsmittel sind unerschwinglich. Vernünftige Erholung ist unerschwinglich. Vernünftige Kleidung kostet ein Vermögen. Büchergeld an Schulen. Studiengebühren. Und so weiter, und so weiter.

Und was macht diese gottverdammte Regierung? Sie sorgt sich um die armen Reichen.